Wörterbuch für die Uni

Academic Record

Der Academic Record ist das Abschlusszeugnis. Darin werden alle anerkannten Studienleistungen aufgeführt.

Studienleistungen,

  • die zwar anerkannt aber nicht angerechnet werden (das heisst, nicht Teil des Abschlusses sind), erscheinen im Academic Record unter der Kategorie "Nicht angerechnete Leistungen".
  • Studienleistungen, die nicht an der UZH erbracht worden sind werden im Leistungsausweis und im Academic Record entsprechend gekennzeichnet. 

Anerkennung / Anrechnung

Die Anerkennung und die Anrechnung von Studienleistungen sind zwei Stufen eines Verfahrens.

  • Anerkennung ist die erste Verfahrensstufe, durch welche erbrachte Studienleistungen in den Leistungsausweis aufgenommen werden.
  • Anrechnung ist die zweite Verfahrensstufe, durch welche anerkannte Studienleistungen zu einem Teil des Studienabschlusses werden.

Die Fakultäten entscheiden, welche Vorleistungen von Studienleistungen für ein Studienprogramm angerechnet werden. Ein Gesuch zur Anrechnung von erbrachten Leistungen auswärtiger Vorbildung können Sie in der Regel jedoch erst einreichen wenn Sie bereits zum Studium zugelassen wurden.

Informationen zu den Entscheidungsgrundlagen nach Fakultäten:
Theologische Fakultät: Theologie
Theologische Fakultät: Religionswissenschaft
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Medizinische Fakultät
Vetsuisse-Fakultät
Philosophische Fakultät
Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät

Assessment, Assessmentstufe

Die Assessmentstufe ist die erste Phase des Studiums, in der besonders methodische und fachliche Grundkenntnisse vermittelt werden und die teilweise mit Assessmentprüfungen abgeschlossen wird. Sie dient der Abklärung der Studieneignung, im Sinn einer Passung zwischen dem gewählten Studiengang und den Fähigkeiten und Interessen der Studierenden. 

Aufbaustufe

Zweite Phase des Studiums, die auf die Assessmentphase folgt und mit dem Bachelorgrad abgeschlossen wird. 

Austausch, Mobilität

Es gibt zwei Varianten für Mobilität im Studium: 

  • Sie sind an der UZH immatrikuliert und absolvieren Teile des Studiums an einer anderen Universität im In- oder Ausland (Outgoing)
  • Sie sind an einer anderen Universität immatrikuliert und absolvieren Teile des Studiums an der UZH (Incoming)

Dabei gibt es verschiedene Mobilitätstypen und verschiedenen Abkommen, die die Rahmenbedingungen setzen. 

 

Bachelorstudiengang

Um einen universitären Grad zu erreichen, müssen Sie einen Studiengang erfolgreich absolvieren. Ein Bachelorstudiengang ist die erste Studienstufe im Schweizerischen Hochschulsystem. Ein Bachelorstudiengang an der UZH umfasst 180 ECTS Credits. Mit Wahl des Studiengangs legen Sie fest, welchen akademischen Grad Sie erreichen (z.B. Bachelor of Arts UZH). Die Einzelheiten der Studiengänge sind in der Rahmenverordnung der entsprechenden Fakultät festgelegt. 
Innerhalb des Studiengangs können Sie dann - je nach Angebot Ihrer Fakultät - ein, zwei oder drei Studienprogramme ("Fächer") wählen, mit welchen Sie insgesamt 180 ECTS Credits erwerben.

Kombinationsmöglichkeiten für Bachelorstudiengang
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Mögliche Kombinationen an den Fakultäten auf Bachelorstufe

  180 120/60 150/30 120/30/30
Theologische Fakultät x x    
Rechtswissenschaftliche Fakultät x      
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät     x  
Medizinische Fakultät x      
Vetsuisse-Fakultät x      
Philosophische Fakultät   x    
Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät x x x x

CAS, DAS, MAS

CAS, DAS und MAS sind Studiengänge einer postgradualen Weiterbildung; das heisst, eines Studiums, das berufsbegleitend absolviert wird, nachdem bereits ein Universitätsabschluss erworben wurde. An der UZH gibt es ein Angebot für CAS-, DAS- und MAS-Studiengänge:

  • CAS-Studiengänge (vormals Nachdiplomkurse NDK) sind die kleinsten Weiterbildungsabschlüsse, die in der Schweiz angeboten werden. Sie bieten spezifisches Wissen zu einem Thema an, so dass eine Zusatzqualifikation in einem bestimmten Fachgebiet erworben werden kann. Sie umfassen Studienleistungen im Umfang von mindestens 10 ECTS Credits, was einem Arbeitsaufwand von 300 Stunden entspricht (inkl. Selbststudium). Die offizielle Abschlussbezeichnung lautet Certificate of Advanced Studies der Universität Zürich.
  • DAS-Studiengänge bieten eine vertiefte Ausbildung in einem spezifischen Fachbereich, so dass eine Zusatzqualifikation im angestammten Beruf oder in einem neuen Fachgebiet erworben werden kann. DAS-Studiengänge umfassen ein Studienleistungen im Umfang von mindestens 30 ECTS Creidts, was einem Arbeitsaufwand von 900 Stunden entspricht (inkl. Selbststudium).
  • MAS-Studiengänge (vormals Nachdiplomstudiengänge NDS) sind die höchsten Weiterbildungsabschlüsse und führen zu einem akademischen Titel. MAS-Studiengänge sind mehrheitlich berufsbegleitend und umfassen Studienleistungen im Umfang von mindestens 60 ECTS Credits, was einem Arbeitsaufwand von 1800 Stunden entspricht (inkl. Selbststudium). Die offizielle Titelbezeichnung lautet Master of Advanced Studies der Universität Zürich.

Diploma Supplement

Das Diploma Supplement ist eine Beilage zum eigentlichen Diplom. Es gibt Auskunft über die Art und die Anforderungen des Studienganges und des Diploms sowie über dessen Status und Einordnung im nationalen Hochschulsystem. Es dient der erhöhten Transparenz im internationalen Kontext und der Anerkennung und Beurteilungshilfe in akademischen und beruflichen Kontexten.

Double Degree-Studiengang

Ein Double Degree Studiengang ist ein gemeinsames Studienangebot zweier Universitäten, welches zu je einem Abschluss der beiden Partnerinstitutionen führt. Es gibt jedoch kein gemeinsames Curriculum, das Angebot setzt sich aus zwei unterschiedlichen Teilcurricula zusammen.

Dekanat

Das Dekanat ist die Geschäftsstelle einer Fakultät an der Universität. Es wirkt als Verbindungsglied und bearbeitet Vorgänge zwischen Administration, Studierenden, Dozierenden und der Universitätsleitung. Außerdem unterstützt das Dekanat den Fakultätsvorstand in der Führung seiner Geschäfte.
Ein Bereich im Dekanat, oftmals Studiendekanat genannt, bietet Dienstleistungen für Studierende an.  Dies sind beispielsweise Auskünfte zu Anrechnung von ECTS Credits oder Studienabschlüssen.

ECTS Credits

Der Aufwand für studentische Leistungen wird in sogenannten ECTS Credits gemessen. Das ist ein quantifiziertes Mittel, welches für ein bestimmtes Arbeitspensum und Leistungsnachweise vergeben wird. Ein ECTS Credit entspricht einer durchschnittlichen studentischen Arbeitsleistung von 25 - 30 Stunden. 
Das europäische Kredittransfersystem "European Credit Transfer and Accumulation System" stellt ein Referenzsystem dar, das eine Vergleichbarkeit im europäischen Hochschulraum bietet.
Ein Bachelorstudium umfasst in der Regel 180, ein Masterstudium 90 oder 120 ECTS Credits. 
Achtung: In manchen Studiengängen oder -programmen gibt es eine maximale Gültigkeitsdauer der ECTS Credits. Das ist je nach Fakultät in der Rahmenverordnung oder in den jeweiligen Studienordnungen festgehalten und eine wichtige Information für die Planung eines Teilzeitstudiums. 

Endgültige Abweisung, Fachsperre

Ist ein Pflichtmodul definitiv nicht bestanden oder ist die maximal zulässige Anzahl Fehlversuche überschritten, kann eine endgültige Abweisung vom entsprechenden Studienprogramm erfolgen.
Diese bewirkt eine Sperre auf allen Studienstufen für das betreffende Studienprogramm und alle nach Massgabe der Fakultät ähnlichen Studienprogramme an der UZH.

Nur WWF: Wer mehr als die erlaubte Anzahl Fehlversuche unternommen oder die vorgegebene Frist überschritten hat, hat das entsprechende Hauptfachstudienprogramm nicht bestanden und wird endgültig abgewiesen (Näheres dazu vgl. Ziffer 12 SO).

Fakultät

Die UZH ist in sieben Lehr- und Verwaltungseinheiten eingeteilt: die Fakultäten.
Die Zugehörigkeit zur Fakultät wird über Ihr Major- (oder Mono-) Studienprogramm bestimmt. Die Universität Zürich ist mit sieben Fakultäten die größte Volluniversität der Schweiz und bietet eine Vielfalt an wissenschaftlichen Perspektiven, Denkweisen und Fachkulturen an. Die sieben Fakultäten der Universität sind verantwortlich für Forschung, Lehre und Dienstleistungen.

Dies sind die an der UZH gängigen Abkürzungen für die Fakultäten:
ThF = Theologische Fakultät
RWF = Rechtswissenschaftliche Fakultät
WWF = Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
MeF = Medizinische Fakultät
VSF = Vetsuisse-Fakultät
PhF = Philosophische Fakultät
MNF = Mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät

Fast Track-Studienprogramm

Studierende mit ausserordentlich gutem Bachelorabschluss, die eine akademische Karriere anstreben, können an gewissen Fakultäten auf Masterstufe Fast Track-Studienprogramme absolvieren. Sie erwerben einen Masterabschluss, können aber bereits während des Masterstudiums an ihrer Dissertation arbeiten und entsprechende Veranstaltungen besuchen. Die Einzelheiten werden in den Studienordnungen geregelt. 

Fehlversuch

Das Nichtbestehen eines Leistungsausweises bezeichnet man als Fehlversuch. Wird die Anzahl zulässiger Fehlversuche überschritten, kann eine endgültige Abweisung vom entsprechenden Studienprogramm erfolgen. Eine endgültige Abweisung vom Studienprogramm bewirkt eine Sperre auf allen Studienstufen für das betreffende Studienprogramm und alle nach Massgabe der Fakultät ähnlichen Studienprogramme an der UZH.

Grad

Die Fakultäten verleihen für erfolgreich abgeschlossene Studiengänge je nach Studienstufe den Bachelor-, Master- oder Doktorgrad. Die Fakultät kann die wissenschaftliche Ausrichtung mit dem Zusatz "in" nach der Bezeichnung des Grades präzisieren.

Immatrikulation, Exmatrikulation

Immatrikulation bedeutet die Einschreibung an einer Hochschule. Exmatrikulation bedeutet, sich an der Hochschule wieder "auszutragen", dies beispielsweise nach abgeschlossenem Studium, Hochschulwechsel oder Abbruch des Studiums. 

Informationspflicht

Informationspflicht bedeutet, dass die Studierenden verpflichtet sind, sich über sämtliche studienrelevanten Belange, insbesondere über die für sie geltenden Erlasse und Fristen, selbstständig zu informieren. Alle studienrelevanten Informationen werden in geeigneter Weise bekannt gegeben und sind verbindlich.

Institut, Seminar, Klinik

An den Fakultäten der UZH gibt es Untereinheiten für die einzelenen Forschungs- und Lehrgebiete, an denen die Studienprogramme angeboten werden: Die Institute (im geisteswissenschaftlichen Bereich oft Seminar, im medizinischen Bereich Klinik genannt). Alle Studienprogramme sind einem Institut zuzuordnen, ein Institut kann aber mehrere Studienprogramme anbieten.
Ein Institut verwaltet sich im Rahmen der Institutsordnung selbst. Es ist ausserdem der Herausgeber der Studienordnung, die Einzelheiten zu den angebotenen Studienprogramme regelt. 

Joint Degree-Studiengang

Joint Degree Studiengänge sind eine Form von inhaltlicher und formaler Kooperation in der Lehre. Grundlage bildet ein von zwei oder mehr Hochschulen gemeinsam konzipiertes Curriculum. Zulassungsvoraussetzungen, Module und ECTS Credits-Vergabe sowie der Studienabschluss werden nach gemeinsamen Standards geregelt. 
Die Studierenden erbringen in der Regel Studienleistungen in vergleichbarem Umfang an den Partnerinstitutionen. Erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen wird ein gemeinsamer Grad verliehen; die Urkunde wird in der Regel von beiden Hochschulen gesiegelt und unterschrieben.

Kanzlei

Die Kanzlei ist an der UZH zuständig für die zentrale Studierendenadministration. Sie kümmert sich unter anderem um die Zulassung zum Bachelorstudium mit Schweizer Vorbildung, Studiengangs- und Studienprogrammwechsel, Urlaub, Exmatrikulation, Verrechnung von Studiengebühren und die Ausstellung von Bestätigungen.

Komplementäre Minor-Studienprogramme

Komplementäre Minor-Studienprogramme gibt es nur auf Masterstufe. Sie können nur als Minor studiert werden. Sie knüpfen nicht an ein bestimmtes Bachelorstudienprogramm an, sondern sind als fachliche oder fachübergreifende Ergänzungen zu Major-Studienprogramme konzipiert. Ausser der formellen Voraussetzung eines Bachelorabschlusses sehen sie keine weiteren Zulassungsvoraussetzungen vor. Die Formulierung von Kombinationsangeboten und damit die Bindung an mehrere konsekutive Master-Studienprogramme ist hingegen möglich.

Konsekutives Masterstudienprogramm

Konsekutive Masterstudienprogramme sind Studienprogramme, die inhaltlich auf einem vorangegangenen Bachelorstudienprogramm derselben Studienrichtung aufbauen. Die Zulassung zu einem konsekutiven Masterstudienprogramm erfolgt ohne weitere Bedingungen, sofern ein Bachelorgrad der entsprechenden Studienrichtung vorhanden ist.

Liberal Arts Option (LAO)

In Kombination mit einem Major-Studienprogramm kann eine Liberal Arts Option (LAO) studiert werden. Die Liberal Arts Option ist curricular offen, führt zu keinem Studienprogrammabschluss und fliesst nicht in die gewichtete Gesamtnote ein. Sie wird aber im Academic Record ausgewiesen. 

Major-Studienprogramm

Ein Studiengang kann aus einem, zwei oder drei  Studienprogrammen bestehen: 

  • einem Mono-Studienprogramm
  • einer Kombination aus Major-Studienprogramm mit einem Minor-Studienprogramm
  • einer Kombination aus Major-Studienprogramm mit zwei Minor-Studienporgrammen

Das Major-Studienprogramm umfasst in der Regel mindestens 2/3 der Leistungen eines Studiengangs, nämlich 120 oder 150 von insgesamt 180 ECTS Credits im Bachelorstudiengang und 90 von insgesamt 120 ECTS Credits im Masterstudiengang. 

Kombinationsmöglichkeiten auf Bachelorstufe
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Masterstudiengang

Um einen universitären Grad zu erreichen, müssen Sie einen Studiengang erfolgreich absolvieren. Ein Masterstudiengang ist die zweite Studienstufe im Schweizerischen Hochschulsystem. Ein Masterstudiengang an der UZH umfasst 90, 120 oder 180 ECTS Credits. Mit Wahl des Studiengangs legen Sie fest, welchen akademischen Grad Sie erreichen (z.B. Master of Arts UZH). Die Einzelheiten der Studiengänge sind in der Rahmenverordnung der entsprechenden Fakultät festgelegt. 

Mögliche Kombinationen an den Fakultäten auf Masterstufe

  180 120 90 90/30
Theologische Fakultät   x   x
Rechtswissenschaftliche Fakultät     x  
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät     x x
Medizinische Fakultät x x    
Vetsuisse-Fakultät   x    
Philosophische Fakultät   x   x
Mathematisch-naturwissenschftliche Fakultät     x x

 

Minor-Studienprogramm

Ein Studiengang kann auf Bachelorstufe aus einem, zwei oder drei  Studienprogrammen bestehen: 

  • einem Mono-Studienprogramm
  • einer Kombination aus Major-Studienprogramm mit einem Minor-Studienprogramm
  • einer Kombination aus Major-Studienprogramm mit zwei Minor-Studienprogrammen

Das Minor-Studienprogramm umfasst 30 oder 60 ECTS Credits im Bachelorstudiengang und 30 ECTS Credits im Masterstudiengang. Es wird in der Diplomurkunde, im Diploma Supplement und im Academic Record als solches bezeichnet und ausgewiesen. Die Rahmenverordnung der Fakultät, an der das Major-Studienprogramm absolviert wird, bestimmt, in welchem Umfang (in ECTS Credits) Minor-Studienprogramme angerechnet werden.

Kombinationsmöglichkeiten auf Bachelorstufe
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Modul

Ein Modul ist eine inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lerneinheit, die sich aus einer oder mehreren Lehrveranstaltungen zusammensetzt. Module erstrecken sich in der Regel über ein oder zwei Semester. Für ein bestandenes Modul erhalten Sie eine festgelegte Zahl ECTS Credits. Ein Modul gilt als bestanden, wenn der zugehörigen Leistungsnachweis erfolgreich erbracht ist. Als Leistungsnachweis gelten beispielsweise schriftliche Prüfungen, Referate, schriftliche Arbeiten etc.
Es gibt verschiedene Arten von Modulen:

  • Pflichtmodule: für alle Studierenden eines Studienprogramms gemäss Studienordnung obligatorisch zu absolvieren
  • Wahlpflichtmodule: aus einem vorgegebenen Bereich im vorgegebenen Umfang gemäss Studienordnung auszuwählen
  • Wahlmodule: gemäss Studienordnung aus einem umschriebenen Bereich frei wählbar

PhD

Phd (philosophiae doctor) ist eine Bezeichnung für den Doktorgrad. Der Doktorgrad ist der höchste akademische Grad, der durch eine schriftliche wissenschaftliche Arbeit und eine bestandene mündliche Prüfung erworben wird. Das Doktorat kann individuell oder im Rahmen eines speziellen Doktoratsprogramms absolviert werden und schliesst in der Regel ans Masterstudium an.

Rahmenverordnung

Die Rahmenverordnung (RVO) wird von der Fakultät verabschiedet und regelt die für die ganze Fakultät gültigen Bestimmungen wie beispielsweise Zulassungsvoraussetzungen, Studienziele, Grundsätzliches  zu Modulen, Wiederholungsregelungen und die Abschlussvoraussetzungen. 
Die Joint Degree Studiengänge, Double Degree Studiengänge und Spezialisierte Masterstudiengänge haben in der Regel separate Erlasse. Bestimmungen zu den einzelnen Studienprogrammen sind dagegen in den Studienordnungen geregelt. 

Regelcurriculum / Mustercurriculum

Das Mustercurriculum ist ein Beispiel für einen möglichen sinnvollen Studienverlauf, um alle Bestehensvoraussetzungen innerhalb der Regelstudienzeit zu erfüllen. Daneben kann es auch andere sinnvolle Studienverläufe geben. Im Falle eines Teilzeitstudiums werden pro Semester weniger Leistungen erbracht, als das Regelcurriculum vorgibt.

Regelstudienzeit / Richtstudienzeit / Studienzeitbeschränkung

Unter Regelstudienzeit ist die Zeit zu verstehen, die der Erwerb eines Bachelor- oder eines Mastergrads erfordert, wenn wie in einem Vollzeitstudium pro Semester 30 ECTS Credits erworben werden:

  • Regelstudienzeit Bachelorstudiengang: 6 Semester
  • Regelstudienzeit Masterstudiengang: (abhängig vom gewählten Studiengang) 3- 6 Semester

Im Fall eines Teilzeitstudiums werden pro Semester weniger als 30 ECTS Credits erworben, die Studienzeit verlängert sich und entspricht nicht mehr der Regelstudienzeit. Achtung: Stipendien werden in der Regel nur für die Dauer der Regelstudienzeit ausgerichtet.
Einige Fakultäten haben eine maximale Studienzeit (Studienzeitbeschränkung) für das Bachelor- bzw. das Masterstudium. Diese beträgt das Doppelte der Regelstudienzeit: Für den Bachelorstudiengang also 12 statt 6 Semester und für den Masterstudiengang z.B. 8 statt 4 Semester. Das ist wichtig zu wissen im Falle eines Teilzeitstudiums. 

Reglemente / Rechtsgrundlagen

An der UZH gibt es diverse Reglemente zum Studium. Die für Sie gültigen Reglemente sollten Sie spätestens zum Studienbeginn kennen: 

  • Rahmenverordnung (RVO): Sie wird von der Fakultät verabschiedet und regelt unter anderem die Zulassungsvoraussetzungen, Studienziele, grundsätzliche Bestimmungen zu Modulen, Wiederholungsregelungen und die Abschlussvoraussetzungen. Joint Degree Studiengänge, Double Degree Studiengänge und Spezialisierte Masterstudiengänge haben in der Regel separate Erlasse. 
  • Studienordnung (SO): Diese basiert auf der Rahmenverordnung und führt deren Bestimmungen im Detail aus wie z.B. die Buchungsmodalitäten der Module, die Wiederholungsregelungen von Leistungsausweisen oder die für den jeweiligen Abschluss einzureichenden Unterlagen. Einige Fakultäten erlassen zu spezifischen Themen Merkblätter, welche die Handhabung der Studienordnung spezifizieren. An der Philosophischen Fakultät (PhF) gibt es ausserdem programmspezifische Anhänge zur Studienordnung, die unter anderem Informationen zur inhaltlichen Struktur des Studienprogramms  enthalten. 
  • Wegleitung (WL): Diese bieten Orientierungshilfen im Studium und beziehen sich auf ein spezifisches Studienprogramm.

Weiter gibt es an einzelnen Fakultäten Modulkataloge oder Mustercurricula, die Unterstützung dabei bieten, die richtigen Module in der richtigen Reihenfolge zu buchen.

Semester

Das universitäre Jahr ist in zwei Einheiten gegliedert: Das Herbst- und das Frühjahrssemester.

Seminar, Proseminar, Übung, Vorlesung, Exkursion

An der UZH gibt es verschiedene Veranstaltungsformen. Sie kommen in den verschiedenen Studienprogrammen und im Verlauf des Studiums unterschiedlich häufig vor: 

  • Proseminar: Einführende Veranstaltungen für Studienanfänger*innen, in welchen hauptsächlich methodische Grundkenntnisse vermittelt werden. Der Unterricht findet in kleineren Gruppen statt. Von Studierenden wird eine Beteiligung, beispielsweise in Form von Referaten, Forschungsberichten, schriftlichen Hausarbeiten u.ä. verlangt.
  • Seminar: Seminare sind vertiefende Veranstaltungen zu einem bestimmten Thema. Der Unterricht findet in kleineren Gruppen statt und erlaubt so interaktives Arbeiten. Seminare sind für fortgeschrittene Studierende, die die Proseminare abgeschlossen haben. 
  • Vorlesung: Klassische Universitäre Lehrveranstaltung in Form von Frontalunterricht, wobei Dozierende einem grösseren Studierendenpublikum "vorlesen".
  • Übung: Sie dienen dazu, Inhalte anderer Veranstaltungen in kleineren Gruppen zu üben und zu vertiefen.
  • Exkursion: Ausflüge zu wissenschaftlichen Zwecken, die den Unterricht veranschaulichen und praktisch untermalen.

Spezialisiertes Masterstudienprogramm

Spezialisierte Masterstudienprogramme sind Studienprogramme, die inhaltlich nicht unmittelbar auf einem bestimmten Bachelorstudienprogramm aufbauen und deren Zulassung immer an spezifische Bedingungen geknüpft ist. Die spezialisierten Masterstudienprogramme der UZH sind häufig auf Interdisziplinarität ausgerichtet, weisen einen expliziten Forschungsfokus auf oder basieren auf Kooperationen mit Schweizer oder ausländischen Partneruniversitäten. Die für die Zulassung verlangten zusätzlichen Anforderungen beziehen sich primär auf inhaltliche Voraussetzungen, die zusätzlich zum Bachelorstudium zu erwerben sind (z.B. spezifische Sprach- oder Fachkenntnisse).
Besonders an der MNF gibt es auch spezialisierte Masterstudienprogramme, die für die Zulassung einen bestimmten Bachelorabschluss voraussetzen und die unter Spezialisierung das Setzen eines expliziten (Forschungs-)Schwerpunkts verstehen. 

Studiengang

Ein Studiengang ist eine hinsichtlich des Umfangs in ECTS Credits und strukturell definierte Einheit, deren erfolgreiche Absolvierung mit einem Universitären Grad abgeschlossen wird (Bachelor, Master, Doktorat). 

Studienordnung

Die Studienordnung enthält die ausführenden Bestimmungen eines Studienprogramms. Die Studienordnung konkretisiert also die Bestimmungen der Rahmenverordnung in Bezug auf ein Studienprogramm. An der Philosophischen und der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät gliedert sich die Studienordnung in einen allgemeinen Teil, der die programmübergreifenden Aspekte regelt, und die Anhänge zur Studienordnung (PhF) / Modulkataloge (MNF), die die programmspezifischen Bestimmungen enthalten. 

Studienprogramm

Ein Studienprogramm (früher "Fach") führt zu einem Studienprogrammabschluss und wird definiert durch:

  • die curriculare Struktur
  • die Qualifikationsziele
  • die Studienstufe 
  • Umfang in ECTS Credits

Jeder Studiengang besteht aus einem, zwei oder drei Studienprogramm/-en. Für ein Studienprogramm kann wiederum eine beliebige Anzahl von Schwerpunkten vorgesehen werden.
Die Einzelheiten eines Studienprogramms, insbesondere die fachwissenschaftlichen Zulassungsvoraussetzungen, Qualifikationsziele, allfällige Etappen und Schwerpunkte, der modulare Aufbau sowie die Prüfungsmodalitäten, sind in einer Studienordnung bzw. ggf. im fachspezifischen Anhang einer Studienordnung festgelegt.

Teilzeitstudium

Wenn Sie in Teilzeit studieren, bedeutet das, dass Sie im Semester weniger Module buchen als das Muster- oder Regelcurriculum in der Studienordnung vorschlägt, um nebenbei beispielsweise einer Werktätigkeit oder Betreuungsaufgaben nachzugehen. Da sich mit einem Teilzeitstudium die individuelle Studiendauer entsprechend verlängert, ist es wichtig, allfällige Studienzeitbeschränkungen und die maximale Gültigkeit von ECTS Credits im betroffenen Studienprogramm zu kennen. 

Verlängerung der Studiendauer durch Teilzeitstudium
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Vollzeitstudium

In einem Vollzeitstudium werden gemäss Mustercurriculum pro Semester 30 ECTS Credits erworben. Die Studierenden erreichen somit eine Gesamtbelastung von 900 Stunden pro Semester. 
Das Vollzeitstudium stellt an den Schweizer Hochschulen den Regelfall dar und gilt als Berechnungsgrundlage für die Regelstudienzeit. In einem Teilzeitstudium werden weniger als 30 ECTS Credits pro Semester erworben, das Studium dauert deshalb länger.  

VSUZH

Der Verband der Studierenden der Universität Zürich (VSUZH) ist die offizielle Repräsentation aller Studierenden der Universität Zürich. Er vertritt in der Hochschulpolitik die Interessen und Anliegen der Studierenden gegenüber Universitätsleitung und Öffentlichkeit. 
Alle zwei Jahre wählen die Studierenden den VSUZH-Rat, das aus mindestens 70 Personen bestehende Parlamant der Studierenden. Der Rat wiederum wählt studentische Vertreter*innen in gesamtuniversitäre Kommissionen und Abreitsgruppen sowie den VSUZH-Vorstand. So wird die studentische Mitbestimmung innerhalt der Universität sichergestellt. 

Wegleitungen

Wegleitungen beziehen sich auf ein spezifischen Studienprogramm und führen die Bestimmungen der Studienordnung weiter aus. 

Zulassung, Zulassungsbeschränkung

Die Zulassung zu einem Studium an der UZH setzt das Erfüllen der Zulassungsvoraussetzungen voraus. Bei Anmeldung zum Studium werden diese, je nach Vorbildung und Studienstufe, von der Kanzlei oder der Zulassungsstelle geprüft.
Zulassungsbeschränkungen ("Numerus Clausus") gibt es nur für das Studium der Human-, Zahn- und Veterinärmedizin sowie der Chiropraktischen Medizin. Das bedeutet, dass die Anzahl der Studienplätze in diesen Studienprogrammen begrenzt ist und nicht alle Interessierten aufgenommen werden können. Auf Masterstufe müssen zu den formalen Zulassungsvoraussetzungen zusätzlich die fachwissenschaftlichen Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sein.